SPD gegen Großschlachthof und für Feiertagsruhe – Mitgliederversammlung schafft Grundlagen für zukünftige Arbeit

Zufrieden zeigte sich der SPD-Vorsitzende Hans-Jürgen Hoffmann über den guten Be-such der Mitgliederversammlung seiner Partei und die Aufnahme von zwei neuen Mit-gliedern in die SPD Cloppenburg. Begonnen wurde mit den Beratungen und den entspre-chenden Beschlussfassungen über den Wirtschaftsplan 2018 und einer Vereinsatzung.

„Durch die Erstellung eines Wirtschaftsplanes und den Beschluss über eine Satzung haben wir erstmals als Ortsverein Cloppenburg verbindliche Grundlagen und Strukturen für unsere Partei geschaffen“, begrüßte das langjährige Vorstandsmitglied Franz-Josef Wilken die einstimmigen Beschlüsse der Versammlung.

Der umfassende Austausch über das Für und Wider einer Groko in Berlin machte auch bei den Cloppenburger Genossen und Genossinnen deutlich, dass die Einschätzungen und Erwartungen für eine solche Koalition sehr unterschiedlich sind. Bei einem abschließenden Stimmungsbild war das Ergebnis annähernd „Fifty-Fifty“ für oder gegen eine große Koalition. Einig war man sich darin, dass ohne Mitgliederbefragung nichts geht und besonders bei sozialdemokratischen Themen,  wie Arbeit und Soziales,  „klare Kante“ gezeigt werden muss.

Die Versammlung hat sich entschieden gegen einen weiteren Großschlachthof im Landkreis Cloppenburg ausgesprochen und unterstützt alle Bemühungen, die einen Großschlachthof in Molbergen oder anderswo im Landkreis verhindern. „Ich sorge mich um unsere Umwelt, die Verkehrssituation und bin gegen Billiglöhne“, brachte ein Genosse es für sich auf den Punkt.

Das Bündnis gegen Weihnachtarbeit ruft zu einer Kundgebung am 10.12.2017 um 12.00 Uhr vor dem Werkstor bei VION im Emstek aus. Die Mitgliederversammlung schließt sich ausdrücklich diesem Aufruf an, fordert alle Mitglieder und Bürger auf sich an der Kundgebung zu beteiligen. „ Wir sind für die Einhaltung der Feiertagsruhe, gegen Weihnachtsarbeit aus wirtschaftlichem Profitdenken und stellen uns in einer Reihe mit Gewerkschaften, Kirchen und weiteren Unterstützern “, stellte SPD-Vorstandsmitglied Frank Teschner fest, der als Kreisvorsitzender der komba-Gewerkschaft auch die Interessen des Fleischuntersuchungspersonals in den Schachthöfen vertritt.