SPD besichtigt KZ Esterwegen

„Bleibende Eindrücke und bewegende Momente“ hinterließ die SPD-Bürgerfahrt zur Gedenkstätte Esterwegen. Mit knapp 20 Teilnehmern, die überwiegend kein „rotes Parteibuch“ besaßen, war die Fahrt ein „voller Erfolg“. Der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers habe die Reisegruppe „tief beeindruckt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei.

„Man verlässt diesen Ort mit vielen bleibenden Erinnerungen. Die Geschichten und Bilder der Opfer haben sich unweigerlich eingeprägt“, berichtet SPD-Vorstandsmitglied Guido Röding vom Besuch der Gedenkstätte.

Neben einer Führung über das ehemalige Lagergelände wurde den Teilnehmern in einer Präsentation auch die Historie des zunächst als KZ und später als Strafgefangenenlager genutzten Ortes vorgestellt. Während der NS-Zeit sind Angaben zufolge mehr als 20.000 Menschen in dem Lager gestorben. Zum Abschluss wurden die Eindrücke im offenen Gespräch bei Kaffee und Kuchen miteinander verarbeitet.

Für die SPD-Ortsvereine Cloppenburg und Molbergen war die „parteiöffentliche Fahrt“ eine gute Gelegenheit, den „vom Alltag getrübten Blick“ neu zu schärfen. „Wer die Geschichte nicht kennt, hat schließlich keine Zukunft. Diese Botschaft ist aktueller denn je“, erklärt der SPD-Landtagskandidat Stefan Riesenbeck und der stv. Ortsvereinsvorsitzende Franz-Josef Wilken. Aufgrund der positiven Resonanz der Gruppe planen die Genossen, auch zukünftig Bürgerfahrten zu besonderen Anlässen durchzuführen. „Eine derartige Veranstaltung werden wir auch im nächsten Jahr anbieten“, verspricht der Ortsvereinsvorsitzende Hans-Jürgen Hoffmann.