Jusos-Vorstandswahlen: „Jung, entschlossen, faltenfrei“

Auf der Jahreshauptversammlung der Cloppenburger Jusos im Nachhilfeinstitut „capri“ wurde Jan Oskar Höffmann einstimmig als Vorsitzender des Stadtverbandes wiedergewählt.

Zu dessen Stellvertretern wählte die Versammlung Hannes Grein und Frederik Grüß. Höffmann bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und zog ein positives Fazit der bisherigen Arbeit: „Die Jusos haben sich in Cloppenburg vom Feigenblatt zum Schrittmacher der SPD entwickelt. Wir sind auf dem richtigen Weg“, so der 26-jährige Jurist.

Zum erweiterten Vorstand wurden Thomas Meyer, Ali Molas, Joana Chaker und Lars Büscher gewählt. Zentrales Thema der Veranstaltung war die Planung der Kommunalwahl am 11. September. „Wir werden uns mit einigen Jusos-Vertretern um aussichtsreiche Plätze auf der Wahlliste der SPD bewerben. Der Stadtrat hat frisches Blut nötig“, betont der stv. Vorsitzende Frederik Grüß.

Im Wahlkampf sollen Inhalte und Anträge, die besonders junge Leute beschäftigen, verstärkt in den Vordergrund rücken. „Jugendliche sind nicht politik-, sondern parteienverdrossen. Zu kostenfreiem W-LAN in der Innenstadt, einer Cloppenburg-App, Online-Ratssitzungen, Schwimmbadpreisen oder einem Taxi-Stand an der Disco „Bel Air“ haben sie sehr wohl eine eigene Meinung“, erklärt Grüß. „Unser Wahlkampf wird daher gezielt die Cloppenburger Jugend ansprechen“. Darüber hinaus fordert die SPD-Parteijugend mehr Fahrradständer am Bahnhof sowie eine „Diskussion über die Abschaffung von KiTa-Gebühren“. Die aktuelle Flüchtlingssituation hingegen werde nicht behandelt. Hier leiste die Stadtverwaltung „ausgesprochen gute Arbeit“.

Ähnlich wie im letzten Kommunalwahlkampf hat der SPD Ortsverein seiner Nachwuchsorganisation zudem ein eigenes Wahlkampf-Budget eingerichtet. „Ein solcher Support ist keine Selbstverständlichkeit. Dank der Unterstützung unserer Mutter-Partei sind wir wieder in der Lage, ein eigenes provokantes Wahlplakat anzubieten. Wir Jusos sind immer noch jung, entschlossen und faltenfrei“, so Frederik Grüß abschließend.